Was ein Suchbegriff ist
Nicht das Wort, das Sie für Ihre Arbeit benutzen — sondern das, was Ihr Kunde eintippt. Die beiden sind erstaunlich oft verschieden.
DER UNTERSCHIED
Ihr Wort und sein Wort
Der häufigste Grund, warum eine Seite niemand findet: Sie ist in der Sprache des Betriebs geschrieben, gesucht wird in der Sprache des Kunden.
01
Wie der Betrieb es nennt
Gerüstfreies Arbeiten, Innendarrung, WDVS, Sanierputz, hydraulischer Abgleich. Fachlich richtig, im Angebot unverzichtbar — und auf der Website ein Grund, warum niemand ankommt. Nach diesen Wörtern sucht fast ausschließlich, wer selbst vom Fach ist.
02
Wie der Kunde es eintippt
Schimmel an der Wand, Heizung wird nicht warm, Fassade streichen Kosten, Bad umbauen ohne Fliesen abschlagen. Ganze Halbsätze, oft mit Rechtschreibfehler, oft als Frage. Genau so gehören sie in Überschriften und Zwischenüberschriften — der Fachbegriff darf im Text daneben stehen.
Hinweis aus der Praxis
Ein Bereich, der drei Monate nach Veröffentlichung keine Zugriffe bekommt, hat meist kein Textproblem, sondern ein Nachfrageproblem: Nach dem Thema wird in dieser Region nicht gesucht. Deshalb steht bei uns die Recherche vor dem ersten Satz.
„Wir haben zwei Jahre eine schöne Seite gehabt und nicht einen einzigen Anruf darüber bekommen. Niemand hat uns gesagt, dass die Struktur fehlt.“
Inhaber eines Sanitärbetriebs, 14 Mitarbeiter, Rhein-Kreis Neuss
Zusammengefasst: Sichtbarkeit entsteht nicht aus Gestaltung, sondern aus Abdeckung. Wer viele Fragen vollständig beantwortet, wird oft gefunden — wer eine Seite hat, einmal.
Nummer oben, Gewerk im ersten Satz, Ort auf jeder Seite. Auf dem Telefon lesbar, bevor der Daumen wischt.

ZWEI SPRACHEN
Ihr Wort und das gesuchte
Sie sagen Vollwärmeschutz, gesucht wird Haus dämmen. Beide gehören auf die Seite — das gesuchte in die Überschrift, das fachliche in den Text.
Fachwort daneben, nicht statt.
DIE AUSWAHL
Aus vielen Suchen werden wenige Seiten
Die Zeichnung rechts zeigt, was bei einer Recherche passiert: Aus dem Feld aller Suchanfragen bleiben die wenigen übrig, für die sich eine eigene Seite lohnt. Vier Prüfungen führen dorthin.
01
Wird überhaupt danach gesucht?
Es gibt Formulierungen, die klingen richtig und werden nie eingetippt. Eine Seite dafür ist Arbeit ohne Leser.
02
Steckt eine Absicht dahinter?
Wer nach einem Preis oder einem Ort sucht, will handeln. Wer nur wissen will, was ein Begriff bedeutet, ruft niemanden an.
03
Machen Sie das überhaupt?
Die lohnendste Suche nützt nichts, wenn die Arbeit dahinter nicht zu Ihnen passt. Anfragen, die Sie ablehnen müssen, kosten Zeit.
04
Wer steht schon davor?
Stehen dort drei Konzerne, lohnt der Aufwand nicht. Stehen dort Seiten, die die Frage halb beantworten, lohnt er sehr.
ABB. 01
Vom Feld zur Seite
Von allen Suchanfragen des Marktes bleiben die wenigen übrig, bei denen alle vier Prüfungen zutreffen. Für die wird gebaut — für den Rest nicht.
WIE VIELE
Eine Seite, eine Frage
Die zweithäufigste Frage nach der Recherche: Wie viele Suchbegriffe gehören auf eine Seite?
1
Frage je Seite
Eine Seite beantwortet eine Frage. Dazu gehören die verschiedenen Formulierungen derselben Frage — wer Schimmel entfernen, Schimmel an der Wand und Schimmel im Schlafzimmer sucht, meint dasselbe und gehört auf dieselbe Seite. Zwei verschiedene Fragen dagegen brauchen zwei Seiten.
Der übliche Fehler geht in beide Richtungen: entweder eine Seite mit allem darauf, die nichts gründlich beantwortet, oder zwanzig fast gleiche Seiten, die einander schwächen. Die Probe ist einfach: Lassen sich zwei Seiten ohne Verlust zusammenlegen, gehören sie zusammen.

Notizbuch neben dem Telefon — die ergiebigste Recherche steht dort.
Immer dasselbe Grundgerüst, immer eine andere Sprache. Ein Gerüstbauer verkauft Termintreue, ein Tischler verkauft Handschrift. Das gehört auf die erste Seite.

EINE FRAGE
Fünf Begriffe, keine Antwort
Wer fünf Suchbegriffe auf eine Seite packt, beantwortet keinen davon richtig. Jede Frage bekommt ihre Seite — dann findet die Suchmaschine, was sie zuordnen kann.
Nur eine bringt Aufträge.
DREI ARTEN VON SUCHEN
Nur eine bringt Aufträge
Dieselbe Sache, drei Absichten. Wer das nicht trennt, baut Seiten für Leute, die nie anrufen.
| Art | Beispiel | Was daraus wird |
|---|---|---|
| Wissen wollen | Was ist Schimmel, wie entsteht er | Leser, selten Anrufer. Trotzdem nützlich: Wer hier ankommt, erinnert sich später an den Namen. |
| Vergleichen wollen | Was kostet Schimmelsanierung, Fachbetrieb oder selbst machen | Der lohnendste Bereich. Die Entscheidung ist gefallen, offen ist nur noch das Wie und bei wem. |
| Beauftragen wollen | Schimmelsanierung Neuss, Fachbetrieb in der Nähe | Wenig Volumen, hohe Ausbeute. Wer so sucht, ruft meist noch am selben Tag an. |
| Ihren Namen suchen | Ihr Firmenname | Jemand hat Sie empfohlen und prüft nach. Das Ergebnis entscheidet, ob aus der Empfehlung ein Auftrag wird. |
Die mittlere Zeile ist der größte ungenutzte Bereich bei fast allen Betriebsseiten — dort wird verglichen, und dort steht meist nichts.
Nicht auffallen. Nicht gefällig sein. Gefunden werden, verstanden werden, angerufen werden. Alles andere an einer Website ist Verzierung.
WAS SCHIEFGEHT
Vier Fehler bei Suchbegriffen
Alle vier führen dazu, dass eine Seite entsteht, die niemand findet oder niemand braucht.
01
Nach dem eigenen Sprachgebrauch bauen
Die Fachbezeichnung als Überschrift. Sie ist richtig und wird nicht gesucht. Fachwort in den Text, Kundenwort in die Überschrift.
02
Nur auf die große Zahl schauen
Der Begriff mit dem meisten Volumen ist meist der unbrauchbarste — zu allgemein, zu umkämpft, ohne erkennbare Absicht.
03
Denselben Begriff mehrfach bebauen
Drei Seiten zur selben Frage schwächen einander. Suchmaschinen wählen eine davon aus — und oft nicht die, die Sie meinten.
04
Begriffe in den Text stopfen
Das Verfahren ist zwanzig Jahre alt und wird erkannt. Ein Begriff gehört in die Überschrift, einmal in den ersten Absatz — der Rest ergibt sich beim normalen Schreiben.

Notiert während des Telefonats — genau diese Sätze sind die Suchbegriffe.
Notiert während des Telefonats — genau diese Sätze sind die Suchbegriffe.
SELBST RECHERCHIEREN
Zwei Quellen, die nichts kosten
Werkzeuge mit Monatsbeitrag brauchen Sie dafür nicht. Die beiden ergiebigsten Quellen liegen ohnehin bei Ihnen.
Der Zettel neben dem Telefon
Notieren Sie zwei Wochen lang wörtlich, mit welchem Satz Anrufer anfangen. Nicht sinngemäß — wörtlich. Diese Sätze sind Ihre Suchbegriffe, und sie stimmen genauer als jede Datenbank, weil sie aus Ihrem Ort und Ihrem Gewerk stammen.
Das Suchfeld selbst
Tippen Sie an, was ein Kunde eingeben würde, und sehen Sie sich die Vorschläge an. Ganz unten auf der Ergebnisseite stehen ähnliche Suchen. Beides zeigt echte Formulierungen echter Menschen — und beides ist kostenfrei.
WAS DIE ZAHLEN TAUGEN
Die Suchvolumen in den gängigen Werkzeugen sind Schätzungen und schwanken erheblich. Für die Frage, ob eine Suche häufig oder selten ist, genügen sie. Für die Frage, ob sich eine Seite lohnt, entscheidet die Absicht dahinter — nicht die Zahl.
„Eine Stadtseite ohne eigene Inhalte ist eine Behauptung. Mit eigenen Inhalten ist sie ein Nachweis.“
Aus unserem Bauplan-Leitfaden, Abschnitt „Regionale Bereiche“
Was Sie an der eigenen Website messen können, steht auf einer eigenen Seite.

ZWEI QUELLEN
Beide kosten nichts
Die Search Console zeigt, womit man Sie schon findet. Die Vorschläge in der Suchzeile zeigen, was andere eintippen. Mehr braucht es für den Anfang nicht.
Kein Werkzeug kaufen nötig.
Zwei Finger zum Zoomen, Nummer nicht antippbar. Der Kunde ist weg, bevor er Ihren Namen gelesen hat.
Gekaufte Fotos von fremden Baustellen wirken wie eine Briefkastenfirma. Ihre eigenen Arbeiten wirken wie Handwerk.
Wer in Kaarst sucht, sucht nach Kaarst. Steht der Ort nicht auf der Seite, taucht sie nicht auf.
Der Neffe hat sie 2016 gebaut und wohnt jetzt in Hamburg. Seither steht dort ein Mitarbeiter, der längst gekündigt hat.

DER MASSSTAB
Ihr Kunde sucht nicht nach Ihrem Gewerk, sondern nach seinem Problem.
Christof Oppermann, 12web
HALTUNG
Was ich Ihnen nicht anbiete
Vier Dinge, die zu diesem Thema üblich verkauft werden und bei mir nicht enthalten sind.
×
Keine Suchbegriff-Listen
Eine Tabelle mit vierhundert Begriffen ohne Bauplan dahinter ist Papier. Was zählt, ist die Entscheidung, welche zehn davon eine Seite bekommen.
×
Keine Volumengarantie
Die Zahlen sind Schätzungen der Anbieter. Ich gebe sie weiter, wenn ich sie habe — ich behaupte nicht, dass sie stimmen.
×
Keine Werkzeugabos
Ich vermittle keine Rechercheprogramme und verdiene an keinem. Die beiden Quellen oben reichen für die meisten Betriebe.
×
Keine Platzierungszusage
Auch nicht für einen selten gesuchten Begriff. Wer das zusagt, wählt meist einen, nach dem ohnehin niemand sucht.
Jeder Posten hat seinen Preis, und der steht vor dem ersten Termin fest. Was Ihre Website kostet, ergibt sich aus dem, was sie wirklich braucht – nicht aus einem Paket.
HÄUFIGE FRAGEN
Was Betriebe an dieser Stelle fragen
Muss ich meine Fachbegriffe weglassen?
–
Nein — nur nicht in die Überschrift. Kundenwort oben, Fachwort im Text daneben, am besten mit einem Halbsatz Erklärung. So finden Sie beide: den Suchenden und den, der wissen will, ob Sie es fachlich können.
Wie viele Suchbegriffe brauche ich?
+
Was ist mit Begriffen, nach denen kaum jemand sucht?
+
Soll ich meinen Ort in jeden Begriff schreiben?
+
Kann ich das nicht einfach von einem Werkzeug erledigen lassen?
+

AUTOR UND QUELLEN
Christof Oppermann
Inhaber 12web, Neuss · Über mich
Baut seit 15 Jahren Websites, seit 2018 mit Schwerpunkt auf Handwerks- und Mittelstandsbetrieben in Nordrhein-Westfalen. Die Beispiele stammen aus eigenen Recherchen für Kundenprojekte, nicht aus Fachliteratur.
Geprüft am 26.08.2026
01
Eigene Suchbegriff-Recherche 12web
35 dokumentierte Bausteine mit 471 benannten Feldern — Grundlage der Aussagen zum Seitenaufbau
02
Bauteil-Bibliothek 12web
Offen einsehbar unter /kalkulator/ — Grundlage der genannten Preise und Umfänge
03
Handwerkskammer Düsseldorf — Konjunkturbericht Handwerk
Preisrechner auf 12web.de
Erst der Plan.
Dann die Seite.
Sie sehen die Struktur Ihrer Website, bevor der erste Satz geschrieben ist. Welche Seiten entstehen, in welcher Reihenfolge, und warum. Schriftlich, zum Festpreis.
OHNE ANFRAGE
Was Ihre Website kosten würde
Wenn Sie beim Lesen an den eigenen Betrieb denken: Fünf Entscheidungen, ein Preis. Sie sehen die Zahl, bevor Sie Ihre Adresse angeben.
Feste Preise
Keine Anfrage nötig
Kein Newsletter
Dauert etwa drei Minuten. Vorher nachlesen: Leitfaden
Struktur entsteht
/leitfaden/
/leitfaden/aufbau/
/leitfaden/betreiben/
/leitfaden/bilder/
/leitfaden/gefunden-werden/
Zwei Wörter im Telefon. Wer steht oben?
Wir bauen Websites für Handwerksbetriebe so, dass sie bei genau dieser Suche auftauchen: Gewerk, Ort, Anliegen — auf eigenen Seiten, in klaren Sätzen, mit der Nummer ganz oben.
Erst reden,
dann rechnen.
Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir die Falschen sind, sagen wir es im Telefonat.
Sie schicken das Formular oder rufen an.
Antwort am selben Werktag, bis 18 Uhr.
Telefonat, eine Stunde, zum Wunschtermin.
Festpreisangebot auf einer Seite, schriftlich.
In zwei Minuten ausgefüllt
Ihre Angaben gehen verschlüsselt direkt an uns und werden nicht weitergegeben.