LEITFADEN · AUFBAU

Das Menü ordnen

Sieben Punkte, eine Ebene, in der Reihenfolge der Anliegen. Das ist die ganze Regel — und sie wird fast überall verletzt, weil das Menü den Betrieb abbildet statt den Kunden.

HUBneue Seite

DIE REIHENFOLGE

Die Reihenfolge im Menü entscheidet, was zuerst gefunden wird — und sie folgt fast überall der falschen Ordnung.

Nach Anliegen, nicht nach Betrieb

Die Reihenfolge im Menü entscheidet, was zuerst gefunden wird — und sie folgt fast überall der falschen Ordnung.

01

Wie es meistens aussieht

Startseite, Über uns, Leistungen, Referenzen, Karriere, Kontakt. Das ist die Reihenfolge, in der ein Betrieb über sich denkt: erst wer wir sind, dann was wir machen. Der Besucher hat aber ein Anliegen und interessiert sich für den Betrieb erst danach — wenn überhaupt.

02

Wie es sinnvoll aussieht

Startseite, die Leistungen einzeln oder als Gruppe, Preise falls vorhanden, Über uns, Kontakt. Was am häufigsten gesucht wird, steht am weitesten links — und Kontakt am Ende, weil man es dort erwartet.

Hinweis aus der Praxis

Ein Bereich, der drei Monate nach Veröffentlichung keine Zugriffe bekommt, hat meist kein Textproblem, sondern ein Nachfrageproblem: Nach dem Thema wird in dieser Region nicht gesucht. Deshalb steht bei uns die Recherche vor dem ersten Satz.

„Wir haben zwei Jahre eine schöne Seite gehabt und nicht einen einzigen Anruf darüber bekommen. Niemand hat uns gesagt, dass die Struktur fehlt.“

Inhaber eines Sanitärbetriebs, 14 Mitarbeiter, Rhein-Kreis Neuss

Zusammengefasst: Sichtbarkeit entsteht nicht aus Gestaltung, sondern aus Abdeckung. Wer viele Fragen vollständig beantwortet, wird oft gefunden — wer eine Seite hat, einmal.

05 — Für wen
Wir bauen Seiten für
Dachdecker.
Elektrobetriebe.
Sanitär und Heizung.
Malerbetriebe.
Tischlereien.
Gartenbaubetriebe.

Immer dasselbe Grundgerüst, immer eine andere Sprache. Ein Gerüstbauer verkauft Termintreue, ein Tischler verkauft Handschrift. Das gehört auf die erste Seite.

Vier Steine in einer Reihe mit freier Fläche daneben

DIE GRENZE

Bis sieben überblickt man

Bis sieben Einträge überblickt man eine Leiste. Darüber beginnt der Besucher zu suchen statt zu wählen — und wer sucht, findet oft die Zurück-Taste.

Sammelseiten und wofür sie taugen

Aus sieben Punkten wird eine Liste.

DIE ANZAHL

Sieben Punkte, dann wird gewählt

Ab einer bestimmten Zahl hört ein Menü auf, eine Hilfe zu sein, und wird zu einer Aufgabe.

7

Punkte als Obergrenze

Bis dahin überblickt man ein Menü mit einem Blick. Darüber muss gelesen und verglichen werden — und wer vergleichen muss, klickt häufiger auf die Startseite zurück oder gibt auf. Fünf sind besser als sieben.

Wenn es mehr Seiten gibt, gehören sie nicht ins Menü, sondern auf eine Sammelseite: ein Menüpunkt Leistungen, dahinter eine Seite, die alle Leistungen mit je einem Satz aufzählt und verlinkt. Das ist übersichtlicher als ein Untermenü mit zwölf Einträgen — und funktioniert auf dem Telefon.

Reihe gleichförmiger Ladenfenster mit leeren Aushängerahmen

Reihe gleichförmiger Fenster — ab sieben wird gezählt statt erkannt.

DIE PUNKTE

Was hineingehört und was nicht

Eine Aufteilung, die sich in gebauten Projekten bewährt hat — die rechte Spalte ist die eigentliche Auskunft.

PunktIns Menü?Warum
LeistungenJa, weit vornDer häufigste Grund für einen Besuch. Bei bis zu fünf Leistungen einzeln, sonst als Sammelseite.
Preise oder KostenJa, wenn vorhandenWird gezielt gesucht. Ein eigener Punkt sortiert Anfragen vor — wer nichts findet, nimmt an, es werde teuer.
Über unsJa, hintenWird gesucht, aber später. Wer ihn nach vorn stellt, verschenkt den Platz, an dem die Leistung stehen sollte.
Referenzen als eigener PunktMeist neinWird selten geklickt. Belege wirken stärker dort, wo die Leistung beschrieben ist — mitten im Text.

Impressum und Datenschutzerklärung gehören in den Fußbereich, nicht ins Hauptmenü — dort werden sie erwartet und dort genügt es.

Für wen

Wir bauen Seiten fürDachdeckerMalerElektrikerZahnärzteSteuerberaterSanitärbetriebe

Der Aufbau ist derselbe. Was sich unterscheidet, sind die Fragen, die Ihre Kunden stellen.

Zwei Maler auf dem Geruest begutachten einen Riss in der Fassade

WAS HINEINGEHÖRT

Fassade streichen, nicht Abteilung Außen

Der Besucher sucht Fassade streichen, nicht Abteilung Aussenbereich. Das Menü folgt seiner Frage — nicht Ihrer Aufbauorganisation.

In der Sprache Ihrer Kunden

Sieben Punkte, dann wird gewählt.

WAS SCHIEFGEHT

Vier Fehler im Menü

Die ersten beiden kosten Besucher, die letzten beiden kosten Nerven — besonders auf dem Telefon.

01

Zu viele Punkte

Zwölf Einträge nebeneinander. Auf dem Rechner unübersichtlich, auf dem Telefon eine Liste, durch die gescrollt wird. Fünf bis sieben, der Rest auf Sammelseiten.

02

Untermenüs auf zwei Ebenen

Ein Menüpunkt, dahinter ein Untermenü, dahinter noch eines. Auf dem Telefon kaum bedienbar — und was dort unten liegt, wird selten gefunden.

03

Punkte, die nichts sagen

Portfolio, Lösungen, Service. Der Besucher weiß nicht, was ihn erwartet, und klickt nicht. Leistungen, Preise, Kontakt sagen jeweils genau, was folgt.

04

Das Logo führt nicht zurück

Ein Klick auf das Logo oben links führt zur Startseite — das erwartet jeder. Wenn es nicht funktioniert, fällt es nur auf, wenn man verloren ist. Also genau dann.

Weites Feld mit einem einzelnen Hof am Horizont – ein Betrieb ohne Ortsbezug geht in der Suche unter

Daumen am Displayrand — dort wird das Menü bedient.

Daumen am Displayrand — dort wird das Menü bedient.

Warum wir das machen

GESEHENWERDEN.

Gute Arbeit spricht sich herum. Nur eben langsamer als eine Seite, die man findet.

AUF DEM TELEFON

Wissen EINGANGSTOR LEISTUNG A LEISTUNG B LEISTUNG C

Menüpunkte

Liste

Am Telefon zählt die Reihenfolge doppelt.

Aus sieben Punkten wird eine Liste

Aus einer Reihe wird eine Liste

Die Zeichnung zeigt, was mit einem Menü auf dem kleinen Gerät passiert: Aus einer Reihe wird eine Liste hinter einem Symbol. Wer darauf tippt, sieht die Punkte untereinander — und deshalb wiegt die Reihenfolge dort noch schwerer als am Rechner. Was oben steht, wird gesehen; was unten steht, oft nicht. Die Zeichnung zeigt das Prinzip. Wichtig ist vor allem, dass die Rufnummer auch ohne Öffnen des Menüs erreichbar bleibt — sichtbar im oberen Bereich, antippbar.

Die gestrichelten Linien laufen von jeder Frage ins Wissen und von dort weiter in genau einen Leistungsbereich — die Laufrichtung zeigt den Weg, den ein Besucher nimmt.

Aufgeschlagenes Terminbuch mit leeren Spalten und Bleistift

SIEBEN PUNKTE

Aus sieben Punkten wird eine Liste

Auf dem Telefon klappt jedes Menü zu einer Liste auf. Sieben Punkte liest man dort noch, fünfzehn nicht — deshalb entscheidet die Zahl oben, ob unten jemand ankommt.

Was auf dem Telefon anders ist

Erst die Struktur, dann das Menü.

DER FUSSBEREICH

Das zweite Menü

Was oben keinen Platz hat, gehört nach unten — und dort wird mehr gesucht, als die meisten annehmen.

Was dorthin gehört

Impressum, Datenschutzerklärung, Anschrift, Rufnummer, Erreichbarkeitszeiten. Dazu Seiten, die niemand im Hauptmenü sucht, die es aber geben soll — einzelne Ortsseiten etwa, oder eine Seite zum Ablauf.

Warum das kein Abstellraum ist

Wer bis unten scrollt, sucht meist genau eines: die Nummer oder die Adresse. Beides gehört dort ausgeschrieben und antippbar — nicht nur als Verweis auf die Kontaktseite. Das ist der häufigste Grund, warum jemand den Fußbereich überhaupt ansieht.

DER NEBENEFFEKT

Verweise im Fußbereich stehen auf jeder Seite. Das hilft dabei, dass auch Seiten gefunden werden, die nicht im Hauptmenü stehen — solange es wenige sind. Dreissig Ortsnamen dort unten sind ein Verfahren aus einer anderen Zeit und bringen nichts.

„Eine Stadtseite ohne eigene Inhalte ist eine Behauptung. Mit eigenen Inhalten ist sie ein Nachweis.“

Aus unserem Bauplan-Leitfaden, Abschnitt „Regionale Bereiche“

Wie die Seiten untereinander verbunden werden, steht auf einer eigenen Seite.

04 — Woran es hängt
Vier Gründe, warum Anrufe ausbleiben
1
Auf dem Telefon unlesbar

Zwei Finger zum Zoomen, Nummer nicht antippbar. Der Kunde ist weg, bevor er Ihren Namen gelesen hat.

2
Keine Bilder vom eigenen Betrieb

Gekaufte Fotos von fremden Baustellen wirken wie eine Briefkastenfirma. Ihre eigenen Arbeiten wirken wie Handwerk.

3
Kein Einzugsgebiet genannt

Wer in Kaarst sucht, sucht nach Kaarst. Steht der Ort nicht auf der Seite, taucht sie nicht auf.

4
Niemand pflegt sie

Der Neffe hat sie 2016 gebaut und wohnt jetzt in Hamburg. Seither steht dort ein Mitarbeiter, der längst gekündigt hat.

Gepflegte Pinnwand mit gleichmäßig gehefteten Blättern

DAS ZWEITE MENÜ

Unten steht, was oben nicht hingehört

Impressum, Datenschutz, Anfahrt — diese Punkte werden gesucht, wenn man sie braucht. Oben nehmen sie den Platz weg, den Leistungen und Kontakt brauchen.

Was in den Fussbereich gehört

Zwei Leisten, zwei Aufgaben.

Breiter Daumen am unteren Rand eines dunklen Smartphone-Displays

DER MASSSTAB

Ein Menü bildet ab, was Ihr Kunde sucht — nicht, wie Ihr Betrieb organisiert ist.

Christof Oppermann, 12web

09 — Zwei Seiten
Eine Website hat zwei Seiten. Die eine sieht der Kunde. Die andere bedienen Sie.
Vorderseite
Was der Kunde in drei Sekunden sieht

Gewerk, Ort, Nummer, ein Bild von echter Arbeit. Kein Karussell, kein Ladebalken, keine Suche nach dem Anrufknopf.

Rückseite
Was Sie selbst ändern können

Preise, Urlaubszeiten, Stellenanzeige, neue Referenz. Vier Felder, ein Knopf, kein Handbuch. Alles andere übernehmen wir.

HALTUNG

Was Sie hier nicht finden

Vier Dinge, die zu diesem Thema üblich angeboten werden und hier nicht enthalten sind.

×

Keine Standardmenüs

Eine fertige Menüstruktur ist im Preis nicht enthalten — sie bildet den Betrieb ab, für den sie gemacht wurde. Ihre ergibt sich aus Ihren Anfragen.

×

Keine aufklappenden Riesenmenüs

Menüs, die beim Überfahren eine ganze Fläche öffnen, baue ich für Betriebsseiten nicht. Sie lösen ein Problem, das ein Betrieb mit zwölf Seiten nicht hat.

×

Keine Bewertung nach Klicktiefe

Werkzeuge, die Menüs benoten, zählen Ebenen. Ob die Punkte heißen, was der Kunde sucht, erkennen sie nicht.

×

Keine Umbenennung ohne Grund

Wenn Ihre Punkte tragen, bleiben sie. Ein Menü zu ändern, an das Stammkunden gewöhnt sind, kostet mehr, als es bringt.

HÄUFIGE FRAGEN

Was Betriebe an dieser Stelle fragen

Ich habe zwölf Leistungen. Alle ins Menü?

Nein. Ein Punkt Leistungen, dahinter eine Sammelseite, die alle zwölf mit je einem Satz aufzählt und verlinkt. Das ist übersichtlicher als ein Untermenü und funktioniert auf dem Telefon — dort scheitern lange Klapplisten regelmäßig.

Soll Kontakt links oder rechts stehen?

+

Wie sollen die Punkte heißen?

+

Brauche ich eine Suchfunktion?

+

Was ist mit einem Punkt Karriere?

+

02 — Der ganze Zweck
GESEHENWERDEN.

Nicht auffallen. Nicht gefällig sein. Gefunden werden, verstanden werden, angerufen werden. Alles andere an einer Website ist Verzierung.

Christof Oppermann, Inhaber von 12web in Neuss

AUTOR UND QUELLEN

Christof Oppermann

Inhaber 12web, Neuss · Über mich

Baut seit 15 Jahren Websites, seit 2018 mit Schwerpunkt auf Handwerks- und Mittelstandsbetrieben in Nordrhein-Westfalen. Die Empfehlungen stammen aus gebauten Menüs, nicht aus Fachliteratur.

Geprüft am 26.08.2026

01

Eigene Suchbegriff-Recherche 12web

35 dokumentierte Bausteine mit 471 benannten Feldern — Grundlage der Aussagen zum Seitenaufbau

02

Bauteil-Bibliothek 12web

Offen einsehbar unter /kalkulator/ — Grundlage der genannten Preise und Umfänge

03

Handwerkskammer Düsseldorf — Konjunkturbericht Handwerk

Preisrechner auf 12web.de

Struktur entsteht

/leitfaden/
/leitfaden/aufbau/
/leitfaden/betreiben/
/leitfaden/bilder/
/leitfaden/gefunden-werden/

Aus einem Projekt · Handwerk, Neuss

Von 5 Seiten auf 23.

Nach Plan.

Texte, Bilder und Leistungen waren im Betrieb längst da. Sie standen nur alle auf derselben Seite. Wir haben sie auseinandergezogen, jede bekam ihre eigene Adresse — und Google fand sie.

Vorher · 5 Seiten
Nachher · 23 Seiten
HUB · /handwerk-neuss//heizung//bad//waermepumpe//notdienst//kaarst//dormagen//meerbusch//grevenbroich/WISSEN · /kosten/ · /foerderung/ · /fristen/ · + 11
12 — Kontakt

Erst reden,
dann rechnen.

Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir die Falschen sind, sagen wir es im Telefonat.

01

Sie schicken das Formular oder rufen an.

02

Antwort am selben Werktag, bis 18 Uhr.

03

Telefonat, eine Stunde, zum Wunschtermin.

04

Festpreisangebot auf einer Seite, schriftlich.

02131  ·  0171 6544435
info@12web.de
Neuss · Rhein-Kreis · Düsseldorf
Anfrage

In zwei Minuten ausgefüllt

Ihre Angaben gehen verschlüsselt direkt an uns und werden nicht weitergegeben.

Menü · Anfrage · Login
Login L Anfragen A