Fotos mit dem Telefon
Für den größten Teil einer Betriebswebsite genügt das Gerät, das Sie ohnehin dabeihaben. Was fehlt, ist selten die Kamera — meist ist es das Licht.
DIE FÜNF REGELN
Licht, Abstand, Ordnung
Alle fünf kosten nichts und verändern das Ergebnis stärker als jede teurere Kamera.
01
Tageslicht, kein Blitz
Der größte Hebel. Fotografieren Sie am Vormittag oder am späten Nachmittag, in Innenräumen mit dem Fenster im Rücken. Der Blitz macht flache, harte Bilder und färbt Wände ein — schalten Sie ihn aus und machen Sie stattdessen mehr Licht. Die Grundlagen dazu stehen in der Dokumentation von Google.
02
Aufräumen, dann auslösen
Werkzeugkoffer, Kabeltrommel, Kaffeebecher, Folienreste. Auf der Baustelle sieht man sie nicht, auf dem Bild sieht man nichts anderes. Zwei Minuten Räumen wirken stärker als jede Nachbearbeitung.
Hinweis aus der Praxis
Ein Bereich, der drei Monate nach Veröffentlichung keine Zugriffe bekommt, hat meist kein Textproblem, sondern ein Nachfrageproblem: Nach dem Thema wird in dieser Region nicht gesucht. Deshalb steht bei uns die Recherche vor dem ersten Satz.
„Wir haben zwei Jahre eine schöne Seite gehabt und nicht einen einzigen Anruf darüber bekommen. Niemand hat uns gesagt, dass die Struktur fehlt.“
Inhaber eines Sanitärbetriebs, 14 Mitarbeiter, Rhein-Kreis Neuss
Zusammengefasst: Sichtbarkeit entsteht nicht aus Gestaltung, sondern aus Abdeckung. Wer viele Fragen vollständig beantwortet, wird oft gefunden — wer eine Seite hat, einmal.
Gewerk, Ort, Nummer, ein Bild von echter Arbeit. Kein Karussell, kein Ladebalken, keine Suche nach dem Anrufknopf.
Preise, Urlaubszeiten, Stellenanzeige, neue Referenz. Vier Felder, ein Knopf, kein Handbuch. Alles andere übernehmen wir.

DIE AUSWAHL
Zehnmal auslösen, einmal treffen
Wer zehnmal auslöst, hat eine gute dabei. Wer einmal auslöst, hat die, die gerade ging — und genau die steht dann jahrelang auf der Seite.
Direkt nach der Arbeit, nicht Wochen später.
DIE VIERTE REGEL
Zehn Aufnahmen, eine bleibt
Der Unterschied zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Bildern liegt oft nur darin, wie viele gemacht wurden.
10
Aufnahmen je Motiv
Aus zwei Schritten Abstand, aus der Hocke, einmal von der Seite, einmal quer und einmal hochkant. Es kostet zwei Minuten und Sie haben danach eine Aufnahme, die passt — statt einer, mit der Sie leben müssen.
Hochkant und quer sind dabei wichtiger, als es klingt: Auf der Website werden beide Formate gebraucht, und ein hochkantes Bild lässt sich nicht in ein breites Feld zwingen, ohne dass Köpfe oder Kanten abgeschnitten werden.

Auf der Baustelle geprüft — zehn Aufnahmen kosten zwei Minuten.
SELBST ODER FOTOGRAF
Vier Motivarten, ehrlich eingeordnet
Die meisten Bilder machen Sie besser selbst — weil Sie dabei sind, wenn es fertig wird. Für zwei Arten lohnt ein Fotograf.
| Motivart | Wer | Warum |
|---|---|---|
| Fertige Arbeiten | Selbst | Sie sind am Übergabetag da, ein Fotograf nicht. Und das Bild muss dann entstehen, nicht drei Wochen später. |
| Zwischenstufen und Details | Selbst | Nur Sie wissen, welcher Arbeitsschritt zeigt, worauf es ankommt. |
| Die Leute | Fotograf | Porträts sind das Einzige, was mit dem Telefon selten gut wird. Einmal gemacht, jahrelang verwendet. |
| Betrieb und Fahrzeug | Beides geht | Mit dem Telefon machbar, mit Fotograf besser. Kein dringender Fall — wenn ohnehin jemand kommt, mitnehmen. |
Zwei von vier Zeilen machen Sie selbst, und es sind die beiden, die laufend anfallen.
Nummer oben, Gewerk im ersten Satz, Ort auf jeder Seite. Auf dem Telefon lesbar, bevor der Daumen wischt.

VIER MOTIVARTEN
Ihr Telefon genügt für das meiste
Fertige Arbeiten, Details, der Betrieb, die Menschen. Für drei davon reicht ein aktuelles Telefon — nur bei Personenbildern lohnt sich jemand mit Kamera.
Zehn Aufnahmen, eine bleibt.
WAS SCHIEFGEHT
Vier Fehler beim Fotografieren
Alle vier sieht man dem Bild an, und alle vier lassen sich beim nächsten Mal vermeiden.
01
Gegen das Fenster fotografiert
Der Raum wird dunkel, das Fenster weiß. Drehen Sie sich um: Fenster im Rücken, Motiv im Licht. Das ist die häufigste Ursache für Bilder, die man wegwirft.
02
Alles auf einmal zeigen
Der ganze Raum von der Tür aus. Der Betrachter sieht viel und erkennt nichts. Ein Ausschnitt, der eine Sache zeigt, wirkt stärker — auch wenn er weniger Arbeit zeigt.
03
Schräg gehalten
Kippende Kanten fallen auf, besonders bei Türen, Fliesen und Fassaden. Gerade halten oder die Hilfslinien im Gerät einschalten — gerade Kanten wirken sauber, ohne dass jemand sagen könnte, warum.
04
Erst hinterher daran gedacht
Das Vorher-Bild fehlt, weil beim Aufmaß niemand daran gedacht hat. Legen Sie sich einen festen Punkt in den Ablauf: bei jeder Besichtigung fünf Aufnahmen, auch wenn der Auftrag noch nicht sicher ist.

Kabelwirrwarr hinter dem Schreibtisch — auf dem Bild sieht man nichts anderes mehr.
Kabelwirrwarr hinter dem Schreibtisch — auf dem Bild sieht man nichts anderes mehr.
Wer ein Dach, eine Heizung oder einen Elektriker braucht, tippt zwei Wörter ins Telefon und ruft den ersten Betrieb an, der seriös aussieht und eine Nummer zeigt. Empfehlung bringt weiter Arbeit. Sie bringt nur keine neuen Kunden nach.
der Anfragen an Handwerksbetriebe kommen vom Mobiltelefon. Wer dort nicht lesbar ist, wird nicht angerufen.
entscheiden, ob jemand bleibt oder zurück zur Trefferliste geht. Danach ist er beim Nachbarbetrieb.
IN DEN ABLAUF EINBAUEN
Drei feste Punkte
Bilder entstehen nicht, weil man sich vornimmt, mehr zu fotografieren. Sie entstehen, wenn es an drei Stellen im Ablauf steht.
BEIM AUFMASS
Fünf Aufnahmen vom Zustand
Immer, auch wenn der Auftrag noch nicht sicher ist. Kostet zwei Minuten und ist die einzige Gelegenheit — danach ist der Zustand weg.
WÄHREND DER ARBEIT
Eine Aufnahme je Tag
Kein Aufwand, nur eine Gewohnheit. Aus diesen Bildern kommen die Zwischenstufen, die den Ablauf erklären — und die niemand nachstellen kann.
BEI DER ÜBERGABE
Zehn Aufnahmen vom Ergebnis
Vor dem Aufräumen des Werkzeugs, nicht danach — sonst passiert es nicht mehr. Und aus demselben Winkel wie beim Aufmaß.
Ab Monat 6 · Laufender Zustand
Die Struktur wächst weiter
Jeden Monat entstehen neue Bereiche entlang des Bauplans: weitere Leistungen, weitere Städte, weitere Antworten. Jeder neue Bereich stärkt die vorhandenen, weil er zusätzliche Verbindungen in dieselbe Struktur bringt.
Zusammengefasst: Vier bis sechs Wochen bis zur fertigen Seite, drei bis sechs Monate bis zur ersten messbaren Bewegung, etwa ein Jahr bis zu einem belastbaren Zustand.

Smartphone und Handschuhe auf dem Beifahrersitz — mehr Werkzeug braucht es nicht.
NACH DER AUFNAHME
Drei Handgriffe, kein Programm
Bearbeiten heißt hier nicht verändern. Es geht um drei Dinge, die jedes Telefon eingebaut hat.
BESCHNEIDEN
Ausschnitt enger ziehen, Ränder weg, Kanten gerade richten. Der wirksamste Handgriff — aus einem mittelmäßigen Bild wird oft ein gutes, indem ein Drittel wegfällt.
AUFHELLEN
Innenaufnahmen sind fast immer zu dunkel. Helligkeit leicht anheben, mehr nicht. Wer Farben verstärkt, bekommt ein Bild, das nach Werbung aussieht — und der Kunde vergleicht es später mit der Wirklichkeit.
VERKLEINERN
Ein Telefonbild hat mehrere Megabyte, gebraucht werden ein paar hundert Kilobyte. Beim Bau übernimmt das System das — wenn Sie selbst hochladen, achten Sie darauf.

DREI HANDGRIFFE
Zum Fenster hin, einen Schritt zurück
Zum Fenster hin fotografieren, einen Schritt zurücktreten, vorher aufräumen. Kein Programm und keine Nachbearbeitung schlägt diese drei Handgriffe.
Kein Programm nötig.
Seiten, die Ihre Kunden finden. Statt einer, die niemand sieht.
Eine Seite je Leistung, eine je Stadt, Antworten auf die Fragen vor dem Auftrag. Aus fünf Seiten werden dreiundzwanzig, und jede beantwortet eine Suche.
HALTUNG
Was Sie hier nicht finden
Vier Dinge, die zu diesem Thema üblich angeboten werden und hier nicht enthalten sind.
×
Keine Ausrüstungsempfehlung
Kein Gerät, kein Stativ, kein Licht. Wenn Ihr Telefon aus den letzten Jahren stammt, reicht es — und wenn nicht, ist das kein Grund für eine Anschaffung.
×
Keine Bildbearbeitung
Ich bearbeite Ihre Fotos nicht über Beschneiden und Verkleinern hinaus. Aufgehübschte Bilder rufen Erwartungen hervor, die die Arbeit einlösen muss.
×
Keine Fotografie
Aufnahmen sind in keinem Preis enthalten. Für Porträts empfehle ich einen Fotografen — vermitteln tue ich keinen.
×
Keine Nachstellung
Eine Baustelle für ein Foto noch einmal herzurichten, sieht man dem Bild an. Lieber ein ehrliches Bild vom Dienstag als ein gestelltes vom Sonntag.
HÄUFIGE FRAGEN
Was Betriebe an dieser Stelle fragen
Reicht mein Telefon wirklich?
–
Für Arbeiten, Details, Fahrzeug und Werkstatt: ja. Ein Gerät aus den letzten Jahren macht Bilder, die für eine Website mehr als genügen. Was mit dem Telefon selten gut wird, sind Porträts — dafür lohnt ein Fotograf.
Meine Bilder sehen immer dunkel aus.
+
Soll ich hochkant oder quer fotografieren?
+
Was mache ich mit den Bildern auf dem Telefon?
+
Darf ich Bilder von Baustellen veröffentlichen?
+
Ihre Kunden suchen mit dem Telefon zwischen zwei Terminen. Wir bauen die Seite, die sie überzeugt, bevor sie weiterscrollen: Festpreis je Posten, ein Ansprechpartner, Zugänge in Ihrer Hand.

AUTOR UND QUELLEN
Christof Oppermann
Inhaber 12web, Neuss · Über mich
Baut seit 15 Jahren Websites, seit 2018 mit Schwerpunkt auf Handwerks- und Mittelstandsbetrieben in Nordrhein-Westfalen. Die Regeln stammen aus Kundenbildern, die in gebauten Seiten verwendet wurden.
Geprüft am 26.08.2026
01
Eigene Suchbegriff-Recherche 12web
35 dokumentierte Bausteine mit 471 benannten Feldern — Grundlage der Aussagen zum Seitenaufbau
02
Bauteil-Bibliothek 12web
Offen einsehbar unter /kalkulator/ — Grundlage der genannten Preise und Umfänge
03
Handwerkskammer Düsseldorf — Konjunkturbericht Handwerk
Preisrechner auf 12web.de
OHNE ANFRAGE
Was Ihre Website kosten würde
Wenn Sie beim Lesen an den eigenen Betrieb denken: Fünf Entscheidungen, ein Preis. Sie sehen die Zahl, bevor Sie Ihre Adresse angeben.
Feste Preise
Keine Anfrage nötig
Kein Newsletter
Dauert etwa drei Minuten. Vorher nachlesen: Leitfaden
Struktur entsteht
/leitfaden/
/leitfaden/aufbau/
/leitfaden/betreiben/
/leitfaden/bilder/
/leitfaden/gefunden-werden/
Erst reden,
dann rechnen.
Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir die Falschen sind, sagen wir es im Telefonat.
Sie schicken das Formular oder rufen an.
Antwort am selben Werktag, bis 18 Uhr.
Telefonat, eine Stunde, zum Wunschtermin.
Festpreisangebot auf einer Seite, schriftlich.
In zwei Minuten ausgefüllt
Ihre Angaben gehen verschlüsselt direkt an uns und werden nicht weitergegeben.