Einen Anbieter zu wechseln ist kein großer Vorgang, wenn die Reihenfolge stimmt — und ein unangenehmer, wenn nicht. Der wichtigste Satz steht gleich am Anfang: nichts kündigen, bevor die Adresse gesichert ist.
Kein großer Vorgang, wenn die Reihenfolge stimmt — und ein unangenehmer, wenn nicht. Der wichtigste Satz steht gleich am Anfang: nichts kündigen, bevor die Adresse gesichert ist.
DIE REIHENFOLGE
Erst sichern, dann kündigen
Der häufigste Fehler beim Wechsel ist kein technischer — er ist eine Frage der Abfolge.
01
Was zuerst passiert
Adresse auf den eigenen Betrieb übertragen, Texte und Bilder sichern, Zugang zu den Postfächern klären. Das alles geschieht, solange der Vertrag läuft und die Zusammenarbeit noch normal ist — das ist der springende Punkt.
02
Was danach passiert
Erst wenn alles gesichert ist, wird gekündigt. Wer umgekehrt vorgeht, verhandelt aus einer Lage heraus, in der die Gegenseite keinen Grund mehr hat, entgegenzukommen — und Fristen laufen dann gegen Sie.
Hinweis aus der Praxis
Ein Bereich, der drei Monate nach Veröffentlichung keine Zugriffe bekommt, hat meist kein Textproblem, sondern ein Nachfrageproblem: Nach dem Thema wird in dieser Region nicht gesucht. Deshalb steht bei uns die Recherche vor dem ersten Satz.
„Wir haben zwei Jahre eine schöne Seite gehabt und nicht einen einzigen Anruf darüber bekommen. Niemand hat uns gesagt, dass die Struktur fehlt.“
Inhaber eines Sanitärbetriebs, 14 Mitarbeiter, Rhein-Kreis Neuss
Zusammengefasst: Sichtbarkeit entsteht nicht aus Gestaltung, sondern aus Abdeckung. Wer viele Fragen vollständig beantwortet, wird oft gefunden — wer eine Seite hat, einmal.
Eine Stunde. Was Sie machen, wer anruft, was fehlt. Danach steht der Preis.
Sie sehen die Startseite fertig gestaltet, mit Ihren Texten, nicht mit Blindtext.
Alle Seiten, Bilder, Formular. Zwei Korrekturrunden sind eingerechnet.
Online, Zugänge in Ihrer Hand, Einweisung am Telefon. Rechnung danach.

DIE REIHENFOLGE
Wer zuerst kündigt, verhandelt schlechter
Wer zuerst kündigt, verhandelt aus der schwächeren Lage — und steht ohne Sicherung da, wenn der Zugang am Stichtag erlischt. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar.
Sicherung schriftlich bestätigen lassen.
ZWEI WECHSEL
Vorbereitet und unvorbereitet
Derselbe Betrieb, dasselbe Ziel — der Unterschied liegt allein in der Reihenfolge der Schritte.
UNVORBEREITET

Adresse noch beim alten Anbieter, Fristen laufen, Antworten kommen spät.
VORBEREITET

Adresse übertragen, Texte gesichert — die Kündigung ist dann nur noch Formsache.
Woran der Unterschied hängt
An drei bis vier Wochen Vorlauf. Solange der Vertrag läuft und niemand verärgert ist, sind alle Beteiligten hilfsbereit — und die Übertragung einer Adresse ist ein geregelter Vorgang ohne Kosten. Nach einer Kündigung ist es dieselbe Technik in einer anderen Stimmung.
WAS SIE MITNEHMEN
Vier Sachen, unterschiedlich einfach
Nicht alles lässt sich übertragen — und manches muss auch nicht.
| Sache | Mitnehmbar? | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Die Internetadresse | Ja, immer | Freigabecode beim alten Anbieter anfordern, beim neuen eingeben. Wenige Tage, meist kostenlos. |
| Texte und Bilder | Ja | Vorher herunterladen oder abspeichern. Im Zweifel genügt, jede Seite einmal auszudrucken oder zu kopieren. |
| Die Mailpostfächer | Ja, mit Vorlauf | Vor dem Umzug sichern und die neuen Postfächer anlegen. Der Teil, der am häufigsten vergessen wird. |
| Die Gestaltung | Meist nicht | Vorlagen gehören oft dem Anbieter. Kein großer Verlust — beim Wechsel wird ohnehin neu gebaut. |
Die ersten drei Zeilen sind das, was zählt. Die vierte klingt nach Verlust und ist keiner.
Erst der Plan.
Dann die Seite.
Sie sehen die Struktur Ihrer Website, bevor der erste Satz geschrieben ist. Welche Seiten entstehen, in welcher Reihenfolge, und warum. Schriftlich, zum Festpreis.

VIER SACHEN
Was mitgeht und was hängen bleibt
Die Adresse geht mit, die Inhalte meist auch. Schwierig wird es beim Postfach und bei Bilddateien, die nur beim alten Anbieter liegen — danach fragen Sie zuerst.
Drei bis vier Wochen, vier Schritte.
WAS SCHIEFGEHT
Vier Fehler beim Wechsel
Der erste ist der teuerste, der letzte der ärgerlichste — weil er sich am leichtesten vermeiden ließe.
01
Zuerst gekündigt
Danach ist die Verhandlungslage eine andere und die Fristen laufen. Erst sichern, dann kündigen — das ist die ganze Regel.
02
Die Postfächer vergessen
Die Website ist umgezogen, die Mailadressen liegen noch beim alten Anbieter. Während der Umstellung kommen Nachrichten nicht an — und man merkt es erst, wenn ein Kunde sich beschwert.
03
Alte Adressen nicht umgeleitet
Beim Neubau ändern sich häufig die Seitenadressen. Ohne Umleitungen landen alle bisherigen Verweise und Lesezeichen auf einer Fehlermeldung — und der Platz in Suchergebnissen ist weg.
04
Inhalte nicht gesichert
Nach der Kündigung wird die alte Website irgendwann abgeschaltet. Texte, die dann nicht gesichert sind, müssen neu geschrieben werden — und die alten Bilder sind meist ebenfalls weg.

Stapel gleichförmiger Umschläge — Fristen laufen, sobald gekündigt ist.
Stapel gleichförmiger Umschläge — Fristen laufen, sobald gekündigt ist.
Websites, die Ihr Telefon klingeln lassen.
Ein Ansprechpartner, ein Festpreis, ein Termin. Gebaut, damit man Sie findet — nicht, damit es hübsch aussieht.
DER ABLAUF
Vier Schritte, drei bis vier Wochen
So läuft ein Wechsel, wenn er vorbereitet ist. Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte.
SCHRITT 1
Bestandsaufnahme
Auf wen läuft die Adresse, wo liegt der Speicherplatz, wo die Postfächer, welche Verträge laufen mit welcher Frist. Eine Seite Papier — und häufig die einzige Stelle, an der es überhaupt Überraschungen gibt.
SCHRITT 2
Adresse und Inhalte sichern
Adresse auf den eigenen Betrieb übertragen, Texte und Bilder herunterladen, Liste aller Seitenadressen anlegen. Das ist die eigentliche Absicherung — danach kann nichts mehr verlorengehen.
SCHRITT 3
Neu bauen, parallel
Die neue Website entsteht, während die alte weiterläuft. Kein Ausfall, kein Zeitdruck — und Sie sehen vorher, was Sie bekommen.
Ab Monat 6 · Laufender Zustand
Die Struktur wächst weiter
Jeden Monat entstehen neue Bereiche entlang des Bauplans: weitere Leistungen, weitere Städte, weitere Antworten. Jeder neue Bereich stärkt die vorhandenen, weil er zusätzliche Verbindungen in dieselbe Struktur bringt.
Zusammengefasst: Vier bis sechs Wochen bis zur fertigen Seite, drei bis sechs Monate bis zur ersten messbaren Bewegung, etwa ein Jahr bis zu einem belastbaren Zustand.
WANN EIN WECHSEL LOHNT
Nicht wegen der Optik
Ein Wechsel macht Arbeit und bringt Unruhe. Es gibt Gründe, die dafür sprechen — und einen, der es meist nicht tut.
3
Gründe, die tragen
Erstens: Es passiert nichts mehr, Anfragen bleiben unbeantwortet. Zweitens: Sie zahlen monatlich für Leistungen, die nicht erbracht werden. Drittens: Die Website beantwortet die Fragen Ihrer Kunden nicht — und der jetzige Anbieter kann oder will das nicht ändern.
Kein tragender Grund ist, dass die Seite nicht mehr modern aussieht. Gestaltung lässt sich überarbeiten, ohne den Anbieter zu wechseln — und eine Seite, die die richtigen Angaben enthält, wirkt auch in schlichter Form. Wer nur deshalb wechselt, tauscht Aufwand gegen Aussehen.

Schlüsselübergabe am Tresen — ein Wechsel ist eine Übergabe, kein Bruch.

DER GRUND
Nicht wegen der Optik wechseln
Ein Wechsel lohnt, wenn Sie keine Zugänge haben, keine Antwort bekommen oder für jede Änderung zahlen. Gefällt Ihnen nur die Gestaltung nicht, ist das der teuerste Grund.
Erst sichern, dann kündigen.
Nicht auffallen. Nicht gefällig sein. Gefunden werden, verstanden werden, angerufen werden. Alles andere an einer Website ist Verzierung.
HALTUNG
Wie ich damit umgehe
Vier Festlegungen — in beide Richtungen.
×
Keine Abwerbung
Ich rufe keine Betriebe an, um ihnen einen Wechsel vorzuschlagen. Wer wechseln will, meldet sich — und wer zufrieden ist, soll bleiben.
×
Keine Schlechtrede des Vorgängers
Was vorher gebaut wurde, bewerte ich nicht. Meistens gab es Gründe, die von außen nicht sichtbar sind — und wer über Kollegen herzieht, sagt mehr über sich.
×
Keine Herausgabefrist bei mir
Wenn Sie mich verlassen, bekommen Sie Texte, Bilder und den Freigabecode für die Adresse. Ohne Wartezeit, ohne Zusatzberechnung — eine andere Handhabung ist im Angebot nicht enthalten.
×
Keine Rechtsberatung
Wenn ein Anbieter blockiert, ist das ein Fall für einen Anwalt. Was hier steht, ist der übliche Ablauf aus Projekten.
HÄUFIGE FRAGEN
Was Betriebe an dieser Stelle fragen
Ist meine Website während des Wechsels offline?
–
Nein, wenn parallel gebaut wird. Die alte läuft weiter, bis die neue fertig ist — dann wird umgeschaltet. Ausfall entsteht nur, wenn zuerst gekündigt und danach gebaut wird.
Wie lange dauert das insgesamt?
+
Verliere ich meinen Platz in Suchergebnissen?
+
Mein Anbieter antwortet nicht mehr.
+
Kann ich meine alten Texte weiterverwenden?
+
Für wen
Der Aufbau ist derselbe. Was sich unterscheidet, sind die Fragen, die Ihre Kunden stellen.

AUTOR UND QUELLEN
Christof Oppermann
Inhaber 12web, Neuss · Über mich
Baut seit 15 Jahren Websites, seit 2018 mit Schwerpunkt auf Handwerks- und Mittelstandsbetrieben in Nordrhein-Westfalen. Der Ablauf stammt aus begleiteten Wechseln. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.
Geprüft am 26.08.2026
01
Eigene Suchbegriff-Recherche 12web
35 dokumentierte Bausteine mit 471 benannten Feldern — Grundlage der Aussagen zum Seitenaufbau
02
Bauteil-Bibliothek 12web
Offen einsehbar unter /kalkulator/ — Grundlage der genannten Preise und Umfänge
03
Handwerkskammer Düsseldorf — Konjunkturbericht Handwerk
Preisrechner auf 12web.de
OHNE ANFRAGE
Was Ihre Website kosten würde
Wenn Sie beim Lesen an den eigenen Betrieb denken: Fünf Entscheidungen, ein Preis. Sie sehen die Zahl, bevor Sie Ihre Adresse angeben.
Feste Preise
Keine Anfrage nötig
Kein Newsletter
Dauert etwa drei Minuten. Vorher nachlesen: Leitfaden
Struktur entsteht
/leitfaden/
/leitfaden/aufbau/
/leitfaden/betreiben/
/leitfaden/bilder/
/leitfaden/gefunden-werden/
Zwei Finger zum Zoomen, Nummer nicht antippbar. Der Kunde ist weg, bevor er Ihren Namen gelesen hat.
Gekaufte Fotos von fremden Baustellen wirken wie eine Briefkastenfirma. Ihre eigenen Arbeiten wirken wie Handwerk.
Wer in Kaarst sucht, sucht nach Kaarst. Steht der Ort nicht auf der Seite, taucht sie nicht auf.
Der Neffe hat sie 2016 gebaut und wohnt jetzt in Hamburg. Seither steht dort ein Mitarbeiter, der längst gekündigt hat.
Erst reden,
dann rechnen.
Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir die Falschen sind, sagen wir es im Telefonat.
Sie schicken das Formular oder rufen an.
Antwort am selben Werktag, bis 18 Uhr.
Telefonat, eine Stunde, zum Wunschtermin.
Festpreisangebot auf einer Seite, schriftlich.
In zwei Minuten ausgefüllt
Ihre Angaben gehen verschlüsselt direkt an uns und werden nicht weitergegeben.