Produktdaten im Großhandel
Der Katalog gehört nicht auf die Website — einzelne Datenblätter dagegen schon. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Sie gefunden werden.
ZWEI ARTEN VON DATEN
Katalog und Datenblatt
Ein Großhandel hat ein Sortiment, das niemand vollständig abbilden will. Trotzdem gehören Teile davon auf die Seite — nur andere, als man zuerst denkt.
01
Was nicht auf die Website gehört
Der vollständige Katalog mit Artikelnummern, Beständen und Preisen. Wer bei Ihnen kauft, hat einen Zugang zum Bestellsystem oder ruft an — er sucht nicht über Ihre öffentliche Website nach Artikelnummern. Eine Website ist kein Ersatz für das System dahinter.
02
Was darauf gehört
Datenblätter zu Werkstoffen, Normen und Ersatzteilen — je eines auf einer eigenen Seite, als Text. Danach wird gesucht, und zwar mit der Werkstoffnummer im Suchfeld. Das ist der Weg, auf dem ein mittelständischer Händler neben Konzernen steht — dazu steht mehr auf der Großhandelsseite.
Hinweis aus der Praxis
Ein Bereich, der drei Monate nach Veröffentlichung keine Zugriffe bekommt, hat meist kein Textproblem, sondern ein Nachfrageproblem: Nach dem Thema wird in dieser Region nicht gesucht. Deshalb steht bei uns die Recherche vor dem ersten Satz.
„Wir haben zwei Jahre eine schöne Seite gehabt und nicht einen einzigen Anruf darüber bekommen. Niemand hat uns gesagt, dass die Struktur fehlt.“
Inhaber eines Sanitärbetriebs, 14 Mitarbeiter, Rhein-Kreis Neuss
Zusammengefasst: Sichtbarkeit entsteht nicht aus Gestaltung, sondern aus Abdeckung. Wer viele Fragen vollständig beantwortet, wird oft gefunden — wer eine Seite hat, einmal.
Sie können alles anfassen. Nur der Anrufknopf bleibt, wo er ist.
Websites für Großhaendler aus Neuss. Ein Gespräch, ein Plan, ein Festpreis.

DER UNTERSCHIED
Was Sie führen, was es leistet
Der Katalog zeigt, was Sie führen. Das Datenblatt beantwortet, ob ein Werkstoff passt. Nur das zweite bringt jemanden auf die Seite, der noch nicht bei Ihnen kauft.
Eine Seite je Werkstoff, nicht je Warengruppe.
DIE FÜNF AUSKUENFTE
Welche Produktdaten ein Neukunde prüft
Fünf Fragen entscheiden darüber, ob ein Gewerbetreibender bei Ihnen anfragt — und alle fünf lassen sich in einem Absatz beantworten.
5
Auskuenfte genügen
Erstens: welche Warengruppen und Marken. Zweitens: an wen Sie liefern — nur Gewerbe, mit oder ohne Rahmenvertrag. Drittens: ab welcher Menge oder welchem Bestellwert. Viertens: Lieferzeit und Liefergebiet, oder ob abgeholt werden kann. Fünftens: wie Preise zustande kommen.
Der fünfte Punkt ist der heikelste und der wichtigste. Sie müssen keine Preise nennen — aber Sie sollten sagen, wie sie entstehen: nach Abnahmemenge, nach Rahmenvertrag, auf Anfrage je Position. Produktdaten ohne diese Auskunft lassen den Suchenden annehmen, das Sortiment sei nicht für ihn.

Regaletikett im Lager — das Sortiment steht im System, nicht auf der Website.
VIER GRUPPEN
Wer auf der Seite landet
Vier Besuchergruppen mit völlig verschiedenen Anliegen — und nur eine davon wird meist bedacht.
| Gruppe | Was sie sucht | Was sie braucht |
|---|---|---|
| Neukunde aus dem Gewerbe | Ob Sie führen, was er braucht, und ob er kaufen darf. | Die fünf Auskuenfte — die wichtigste Gruppe für die Website. |
| Bestandskunde | Den Zugang zum Bestellsystem oder eine Rufnummer. | Einen sichtbaren Verweis, mehr nicht. |
| Privatperson | Ob sie bei Ihnen kaufen kann. | Eine klare Absage oder Bedingung — erspart tägliche Anrufe. |
| Bewerber | Ob es offene Stellen gibt. | Eine Karriereseite — im Lager- und Logistikbereich ein eigenes Thema. |
Die dritte Zeile wird unterschätzt: Ein Satz zur Frage, ob an Privatpersonen verkauft wird, spart in manchen Betrieben mehrere Anrufe am Tag.
Wer ein Dach, eine Heizung oder einen Elektriker braucht, tippt zwei Wörter ins Telefon und ruft den ersten Betrieb an, der seriös aussieht und eine Nummer zeigt. Empfehlung bringt weiter Arbeit. Sie bringt nur keine neuen Kunden nach.
der Anfragen an Handwerksbetriebe kommen vom Mobiltelefon. Wer dort nicht lesbar ist, wird nicht angerufen.
entscheiden, ob jemand bleibt oder zurück zur Trefferliste geht. Danach ist er beim Nachbarbetrieb.

WER LANDET
Wer auf einer Datenblattseite landet
Ein Einkauf, der eine Werkstoffnummer sucht, und ein Konstrukteur, der Werte prüft. Beide kommen über die Nummer — nicht über den Firmennamen.
In Nummern, nicht in Warengruppen.
WAS SCHIEFGEHT
Vier Fehler bei Großhandelsseiten
Die ersten beiden kosten Geld, die letzten beiden kosten Anfragen.
01
Der halbe Shop
Ein Teil des Sortiments wird eingepflegt, mit Bildern und Beschreibungen. Nach einem halben Jahr ist er veraltet, weil niemand die Zeit hat — und er war nie vollständig genug, um nützlich zu sein.
02
Der Katalog als PDF
Achtzig Seiten zum Herunterladen, Stand vom letzten Jahr. Wird selten geladen, nie gelesen und ist beim ersten Preiswechsel falsch. Warengruppen als Text auf der Seite wirken mehr.
03
Keine Angabe, an wen geliefert wird
Der häufigste Fehler. Ein Handwerksbetrieb, der neu sucht, weiß nicht, ob er ohne Rahmenvertrag bestellen darf — und fragt lieber nicht. Ein Satz löst das.
04
Nur eine allgemeine Adresse
Wer im Großhandel anfragt, will zum Vertrieb oder zur Warengruppe. Eine info-Adresse führt zu Umleitungen und langsamen Antworten — Ansprechpartner je Bereich mit Namen sind hier nützlicher als anderswo.

Der Katalog gehört ins System. Datenblätter gehören auf eigene Seiten.
Der Katalog gehört ins System. Datenblätter gehören auf eigene Seiten.
Zwei Finger zum Zoomen, Nummer nicht antippbar. Der Kunde ist weg, bevor er Ihren Namen gelesen hat.
Gekaufte Fotos von fremden Baustellen wirken wie eine Briefkastenfirma. Ihre eigenen Arbeiten wirken wie Handwerk.
Wer in Kaarst sucht, sucht nach Kaarst. Steht der Ort nicht auf der Seite, taucht sie nicht auf.
Der Neffe hat sie 2016 gebaut und wohnt jetzt in Hamburg. Seither steht dort ein Mitarbeiter, der längst gekündigt hat.
DER ERSTKONTAKT
Drei Schritte, die dastehen sollten
Wie aus einer Anfrage ein Kunde wird — der Ablauf ist im Großhandel erklärungsbedürftiger als im Einzelverkauf.
ZUERST
Die Anfrage
Gewerbenachweis, gewünschte Warengruppen, ungefähres Volumen. Schreiben Sie dazu, was Sie brauchen — sonst kommt eine Anfrage ohne Angaben und es beginnt ein Hin und Her.
DANN
Die Einordnung
Ob ein Rahmenvertrag sinnvoll ist oder ob auf Einzelbestellung geliefert wird, und welche Konditionen sich daraus ergeben. Das ist das eigentliche Gespräch — und es gehört angekündigt, damit niemand eine Preisliste erwartet.
DANN
Der Zugang
Konto im Bestellsystem, Ansprechpartner, Liefertage. Ab hier braucht der Kunde die Website nicht mehr — und das ist in Ordnung. Sie hatte ihre Aufgabe davor.
Ab Monat 6 · Laufender Zustand
Die Struktur wächst weiter
Jeden Monat entstehen neue Bereiche entlang des Bauplans: weitere Leistungen, weitere Städte, weitere Antworten. Jeder neue Bereich stärkt die vorhandenen, weil er zusätzliche Verbindungen in dieselbe Struktur bringt.
Zusammengefasst: Vier bis sechs Wochen bis zur fertigen Seite, drei bis sechs Monate bis zur ersten messbaren Bewegung, etwa ein Jahr bis zu einem belastbaren Zustand.

Abholtresen am Vormittag — die meisten Bestellungen laufen ohne Shop.
DIE SHOPFRAGE
Drei Wege, sehr verschieden teuer
Früher oder später steht die Frage im Raum, ob ein Onlineshop nötig ist. Die Antwort hängt an der Kundenstruktur.
KEIN SHOP
Website mit den fünf Auskuenften, Bestellung über das bestehende System, Telefon oder Mail. Für die meisten Großhändler der richtige Weg — und der einzige, der ohne laufende Pflege auskommt.
KUNDENPORTAL
Ein geschützter Bereich, in dem Bestandskunden ihre Konditionen und Bestellhistorie sehen. Aufwendig, weil es an die Warenwirtschaft angebunden werden muss — lohnt bei vielen Kunden mit wiederkehrenden Bestellungen.
OFFENER SHOP
Preise sichtbar, jeder kann bestellen. Im Großhandel selten sinnvoll: Er macht Ihre Konditionen öffentlich, auch für Wettbewerber und Bestandskunden mit anderen Preisen. Wer ihn will, sollte vorher genau rechnen.

DREI WEGE
Sehr verschieden auffindbar
Datenblatt als PDF, als Seite, oder gar nicht veröffentlicht. Nur die mittlere Form wird gefunden — ein PDF liegt im Netz wie ein Blatt in einer geschlossenen Schublade.
Katalog und Datenblatt sind zweierlei.
Warum wir das machen
GESEHENWERDEN.
Gute Arbeit spricht sich herum. Nur eben langsamer als eine Seite, die man findet.
HALTUNG
Was ich Ihnen nicht anbiete
Vier Dinge, die zu diesem Thema üblich angeboten werden und bei mir nicht enthalten sind.
×
Keinen Onlineshop
Shops mit Warenkorb, Zahlung und Anbindung an die Warenwirtschaft baue ich nicht — das ist ein anderes Fach und sollte jemand machen, der nichts anderes tut.
×
Keine Artikelpflege
Sortimentsdaten einzupflegen und aktuell zu halten ist im Angebot nicht enthalten. Genau deshalb rate ich dazu, das Sortiment auf der Website nicht abzubilden.
×
Keine Schnittstellen
Anbindungen an Warenwirtschaft oder Lagersysteme gehören zu Ihrem Systemhaus. Ich baue die Seite davor.
×
Keine Preisangaben ohne Ihre Freigabe
Konditionen sind in Ihrer Branche vertraulich. Auf die Seite kommt nur, wie Preise zustande kommen — nie die Preise selbst.
HÄUFIGE FRAGEN
Was Großhändler an dieser Stelle fragen
Unsere Kunden bestellen ohnehin telefonisch.
–
Die Bestandskunden ja. Die Website ist für die, die noch nicht kaufen — ein Betrieb, der einen neuen Lieferanten sucht, sieht vorher nach und ruft erst danach an. Ohne die fünf Auskuenfte tut er das nicht.
Sollen Preise auf die Seite?
+
Brauchen wir einen Onlineshop?
+
Wie zeigen wir sechstausend Artikel?
+
Verkaufen wir dann auch an Privatpersonen?
+
Drei Schritte, die in dieser Reihenfolge passieren müssen. Wer beim ersten scheitert, erlebt die anderen beiden nie.
Schritt eins besprechen
AUTOR UND QUELLEN
Christof Oppermann
Inhaber 12web, Neuss · Über mich
Baut seit 15 Jahren Websites, seit 2018 mit Schwerpunkt auf Handwerks- und Mittelstandsbetrieben in Nordrhein-Westfalen. Die Einordnung stammt aus gebauten Seiten für Handel und Großhandel.
Geprüft am 26.08.2026
01
Eigene Suchbegriff-Recherche 12web
35 dokumentierte Bausteine mit 471 benannten Feldern — Grundlage der Aussagen zum Seitenaufbau
02
Bauteil-Bibliothek 12web
Offen einsehbar unter /kalkulator/ — Grundlage der genannten Preise und Umfänge
03
Handwerkskammer Düsseldorf — Konjunkturbericht Handwerk
Preisrechner auf 12web.de
OHNE ANFRAGE
Was Ihre Website kosten würde
Wenn Sie beim Lesen an den eigenen Betrieb denken: Fünf Entscheidungen, ein Preis. Sie sehen die Zahl, bevor Sie Ihre Adresse angeben.
Feste Preise
Keine Anfrage nötig
Kein Newsletter
Dauert etwa drei Minuten. Vorher nachlesen: Websites für Großhandel
Struktur entsteht
/grosshandel/
/grosshandel/personal/
/grosshandel/lieferung/
/grosshandel/produktdaten/
Gewerk, Ort, Nummer, ein Bild von echter Arbeit. Kein Karussell, kein Ladebalken, keine Suche nach dem Anrufknopf.
Preise, Urlaubszeiten, Stellenanzeige, neue Referenz. Vier Felder, ein Knopf, kein Handbuch. Alles andere übernehmen wir.
Erst reden,
dann rechnen.
Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir die Falschen sind, sagen wir es im Telefonat.
Sie schicken das Formular oder rufen an.
Antwort am selben Werktag, bis 18 Uhr.
Telefonat, eine Stunde, zum Wunschtermin.
Festpreisangebot auf einer Seite, schriftlich.
In zwei Minuten ausgefüllt
Ihre Angaben gehen verschlüsselt direkt an uns und werden nicht weitergegeben.