Rechtsgebiete auf der Kanzlei-Website
Acht Gebiete als Liste auf einer Seite — so sieht es fast überall aus. Gesucht wird aber nicht nach Arbeitsrecht, sondern nach der Lage, in der jemand gerade steckt.
DER TON
Sachlich heißt nicht fachsprachlich
Die häufigste Verwechslung auf Kanzleiseiten — und sie kostet genau die Mandanten, die am ehesten anrufen würden.
Was das Berufsrecht verlangt
Sachliche Unterrichtung über die berufliche Tätigkeit. Das ist eine Anforderung an den Inhalt, nicht an den Wortschatz. Ein Text, der eine Frist in einem klaren Satz erklärt, ist sachlicher als einer, der drei Paragrafen zitiert und den Leser ratlos zurücklässt.
Was der Mandant braucht
Er ist meist in einer unangenehmen Lage und hat wenig Zeit. Er braucht drei Dinge in dieser Reihenfolge: Muss ich sofort etwas tun, was kostet mich das ungefähr, und wie läuft es ab. Wer das in seiner Sprache beantwortet, wirkt kompetenter als jede Fachformulierung — und hält das Sachlichkeitsgebot dabei ein.
EIN PRAKTISCHER TEST
Lesen Sie einen Absatz jemandem vor, der nicht vom Fach ist. Wenn die Nachfrage kommt, was das jetzt heißt, gehört der Absatz umgeschrieben — nicht gekürzt.
„Eine Stadtseite ohne eigene Inhalte ist eine Behauptung. Mit eigenen Inhalten ist sie ein Nachweis.“
Aus unserem Bauplan-Leitfaden, Abschnitt „Regionale Bereiche“
Was berufsrechtlich zulässig ist, steht auf der Seite zur Anwaltswerbung, und was beim Umgang mit Bewertungen gilt, auf der Seite dazu — diese Seite ist keine Rechtsberatung.
Warum wir das machen
GESEHENWERDEN.
Gute Arbeit spricht sich herum. Nur eben langsamer als eine Seite, die man findet.
VIER FEHLER
Woran Rechtsgebietsseiten scheitern
Alle vier kommen häufig vor, und alle vier lassen sich ohne zusätzlichen Text beheben — es geht um Schnitt und Sprache.
01
Alle Gebiete gleich gewichtet
Acht Gebiete, acht Abschätze, gleiche Länge. Damit ist nicht erkennbar, womit die Kanzlei tatsächlich arbeitet — weder für einen Mandanten noch für eine Suchmaschine. Zwei bis vier Gebiete mit eigener Seite und der Rest in einer Aufzählung ist ehrlicher und wirksamer.
02
Geschrieben in der Sprache des Gesetzes
Paragrafen, Fristen, Fachbegriffe. Ein Mandant sucht nicht danach und versteht es oft nicht. Dieselbe Auskunft in seiner Sprache erfüllt das Sachlichkeitsgebot genauso — sachlich heißt nicht fachsprachlich.
03
Kein Wort zum Ablauf
Was passiert nach dem Anruf, was ist mitzubringen, wie lange dauert so etwas typischerweise, wann muss man reagieren? Diese Fragen bewegen einen Mandanten mehr als die Rechtslage — und stehen fast nirgends.
04
Nichts zu den Kosten
Dass Gebühren gesetzlich geregelt sein können, weiß kaum ein Privatmandant — er fürchtet eine offene Rechnung. Ein sachlicher Absatz dazu, wie abgerechnet wird und wie eine Rechtsschutzanfrage läuft, nimmt die größte Hemmschwelle vor dem Anruf.

Vier Fehler — alle vier eine Frage von Schnitt und Sprache.
Vier Fehler — alle vier eine Frage von Schnitt und Sprache.
DIE LAGE
Niemand sucht nach seinem Rechtsgebiet
Das ist der Kern, und er gilt fast ausnahmslos: Wer einen Anwalt braucht, kennt den Namen des Gebiets meist gar nicht — und wenn doch, benutzt er ihn nicht.
01
Gesucht wird die Lage
Kündigung erhalten, Abmahnung im Briefkasten, Erbe ausschlagen, Unterhalt neu berechnen, Bußgeldbescheid, Mieterhöhung. So denkt und sucht ein Mandant. Die Begriffe Arbeitsrecht, Erbrecht und Verkehrsrecht sind Ihre Ordnung — nicht seine.
02
Die Sammelseite passt zu keiner Lage
Eine Seite mit acht Gebieten und je drei Zeilen beantwortet keine einzige dieser Fragen. Sie wird zu keiner davon gut gefunden, und wer sie doch erreicht, muss suchen. Dieselbe Arbeit auf vier Seiten verteilt wirkt um ein Vielfaches — ohne dass ein Wort mehr geschrieben wäre.
Hinweis aus der Praxis
Ein Bereich, der drei Monate nach Veröffentlichung keine Zugriffe bekommt, hat meist kein Textproblem, sondern ein Nachfrageproblem: Nach dem Thema wird in dieser Region nicht gesucht. Deshalb steht bei uns die Recherche vor dem ersten Satz.
„Wir haben zwei Jahre eine schöne Seite gehabt und nicht einen einzigen Anruf darüber bekommen. Niemand hat uns gesagt, dass die Struktur fehlt.“
Inhaber eines Sanitärbetriebs, 14 Mitarbeiter, Rhein-Kreis Neuss
Zusammengefasst: Sichtbarkeit entsteht nicht aus Gestaltung, sondern aus Abdeckung. Wer viele Fragen vollständig beantwortet, wird oft gefunden — wer eine Seite hat, einmal.
WIE VIELE
Zwei bis vier Gebiete mit eigener Seite
Nicht alle, mit denen Sie arbeiten — sondern die, mit denen Sie wachsen wollen. Der Rest steht in einer Aufzählung und ist damit ausreichend abgedeckt. Diese Entscheidung trifft niemand außer Ihnen, und sie bestimmt den ganzen Umfang.
2 bis 4
Gebiete mit eigener Seite
Bei den meisten Kanzleien. Wer auf acht kommt, hat aufgezählt statt entschieden.
Der Grund ist nicht Sparsamkeit. Eine Gebietsseite lohnt sich nur, wenn sie ausführlich genug ist, um die Fragen wirklich zu beantworten — Fristen, Ablauf, Unterlagen, Kosten. Acht solche Seiten schreibt niemand nebenbei, und halbherzige helfen keinem. Zwei gute schlagen acht dünne, und das gilt für Mandanten wie für Suchmaschinen gleichermaßen.

Sortieren statt aufzählen — das ist die ganze Arbeit.
Gefunden werden ist kein Zufall. Es ist Handwerk.
Wir bauen die Seite, die Ihre Kunden finden, wenn sie Sie noch nicht kennen. Ein Gespräch, ein Plan, ein Festpreis.
DER SCHNITT
Aus dem Gebiet wird die Lage
Vier Beispiele dafür, wie aus einem Gebietsnamen eine Seite wird, die jemand tatsächlich findet.
| Gebiet | So sucht der Mandant | Was auf die Seite gehört |
|---|---|---|
| Arbeitsrecht | Kündigung erhalten — was jetzt? | Die Frist ganz oben, Ablauf, was mitzubringen ist, Kostenfrage |
| Familienrecht | Trennung, Unterhalt, Umgang | Getrennt nach Anlass, Ablauf in Schritten, sachlicher und ruhiger Ton |
| Erbrecht | Erbe ausschlagen, Pflichtteil, Testament | Fristen, Reihenfolge der Schritte, welche Unterlagen nötig sind |
| Verkehrsrecht | Bußgeldbescheid, Unfall, Führerschein | Was sofort zu tun ist, Ablauf mit der Versicherung, Rechtsschutz |
Die Fristangabe ganz oben ist der wirksamste Teil jeder dieser Seiten — und der, der einem Mandanten am meisten hilft, auch wenn er danach woanders anruft.

AUS DEM GEBIET
Aus dem Rechtsgebiet wird die Lage
Niemand sucht nach Familienrecht. Gesucht wird nach Scheidung mit Haus oder Umgangsrecht durchsetzen — nach der eigenen Lage also, nicht nach der Bezeichnung im Gesetz.
Zwei bis vier Gebiete mit Tiefe.
Zwei Finger zum Zoomen, Nummer nicht antippbar. Der Kunde ist weg, bevor er Ihren Namen gelesen hat.
Gekaufte Fotos von fremden Baustellen wirken wie eine Briefkastenfirma. Ihre eigenen Arbeiten wirken wie Handwerk.
Wer in Kaarst sucht, sucht nach Kaarst. Steht der Ort nicht auf der Seite, taucht sie nicht auf.
Der Neffe hat sie 2016 gebaut und wohnt jetzt in Hamburg. Seither steht dort ein Mitarbeiter, der längst gekündigt hat.

Im Erstgespräch fällt der Satz, der auf die Seite gehört.
WAS DAS HEISST
Sechs bis neun Seiten
Zwei bis vier Gebietsseiten, dazu das Übrige. Der Umfang liegt im üblichen Rahmen — die Arbeit steckt im Schnitt, nicht in der Menge.
MIT EIGENER SEITE
Zwei bis vier Rechtsgebiete nach Ihrer Entscheidung, eine Seite zu Kanzlei und Team, Ihr Ort, dazu die Pflichtseiten mit vollständigen Angaben. Wer überwiegend für Unternehmen arbeitet, bekommt dafür eine eigene Seite — das liest ein anderer Mensch.
SIE GEBEN FREI
Jeder Text geht vor der Veröffentlichung durch Ihre Durchsicht. Formulierungen, die als Erfolgsversprechen oder als Spezialisierung gelesen werden könnten, markiere ich — entscheiden müssen Sie oder Ihre Kammer.
WAS DAS KOSTET
In dieser Größenordnung liegen Sie bei rund 2.500 € netto. Die genaue Summe stellen Sie sich im Preiskalkulator selbst zusammen. Nicht enthalten sind Auslegung von BRAO oder BORA, Fotoaufnahmen vor Ort und Drucksachen. Domain und Zugänge laufen auf Ihre Kanzlei, ein Wechsel bleibt jederzeit möglich.

DIE TIEFE
Zwei bis vier Gebiete mit Tiefe
Besser vier Gebiete, zu denen etwas Brauchbares steht, als zwölf mit je drei Sätzen. Die zwölf sagen: Wir machen alles — und das glaubt niemand.
Sachlich heißt nicht fachsprachlich.
ZWEI AUFTRITTE
Dieselbe Kanzlei, zwei Ordnungen
Beide sind sachlich, beide berufsrechtlich einwandfrei. Nur eine wird von jemandem gefunden, der heute eine Kündigung bekommen hat.
AUFGEZÄHLT

Alles auf einem Stapel, nach der Ordnung der Kanzlei sortiert. Vollständig und korrekt — aber wer eine bestimmte Frage hat, muss sich hindurcharbeiten. Und in der Suche erscheint der Stapel zu keinem einzelnen Thema.
GESCHNITTEN

Getrennt nach den Anlässen, mit denen Mandanten kommen. Dieselbe Kanzlei, dieselben Gebiete, derselbe Ton — nur so geschnitten, dass jede Lage ihren Platz hat.
Es ist kein Wort mehr Arbeit
Was auf der Sammelseite in acht Absätzen steht, steht danach auf vier Seiten — nur ausführlicher dort, wo Sie tatsächlich arbeiten, und knapper beim Rest. Die Arbeit liegt im Entscheiden, nicht im Schreiben.
Gewerk, Ort, Nummer, ein Bild von echter Arbeit. Kein Karussell, kein Ladebalken, keine Suche nach dem Anrufknopf.
Preise, Urlaubszeiten, Stellenanzeige, neue Referenz. Vier Felder, ein Knopf, kein Handbuch. Alles andere übernehmen wir.

ZWEI ORDNUNGEN
Dieselbe Kanzlei, zwei Gliederungen
Nach Paragrafen geordnet findet der Suchende nichts. Nach Anlässen geordnet findet er sich selbst — dieselben Inhalte, eine andere Reihenfolge.
Sechs bis neun Seiten.
REIHENFOLGE
Womit anfangen
Vier Schritte. Der erste kostet nichts und liefert die Gliederung gleich mit.
ZUERST
Die letzten zwanzig Erstgespräche
Mit welchem Satz hat der Mandant sein Anliegen geschildert? Diese zwanzig Sätze schreiben Sie an einem Abend auf, und sie sind genauer als jede Begriffsanalyse — sie stammen von echten Mandanten aus Ihrem Ort.
DANN
Zwei bis vier Gebiete festlegen
Nicht alle, mit denen Sie arbeiten — die, mit denen Sie wachsen wollen. Diese Entscheidung bestimmt den ganzen Umfang und kann Ihnen niemand abnehmen.
DANACH
Je Gebiet eine Seite bauen
Frist ganz oben, dann Ablauf, Unterlagen, Kosten. In der Sprache des Mandanten, nicht in der des Gesetzes. Vier Abschnitte je Seite reichen meist.
Ab Monat 6 · Laufender Zustand
Die Struktur wächst weiter
Jeden Monat entstehen neue Bereiche entlang des Bauplans: weitere Leistungen, weitere Städte, weitere Antworten. Jeder neue Bereich stärkt die vorhandenen, weil er zusätzliche Verbindungen in dieselbe Struktur bringt.
Zusammengefasst: Vier bis sechs Wochen bis zur fertigen Seite, drei bis sechs Monate bis zur ersten messbaren Bewegung, etwa ein Jahr bis zu einem belastbaren Zustand.
HALTUNG
Was Sie hier nicht bekommen
Vier Dinge, die im Kanzleimarketing üblich sind und hier nicht vorkommen.
×
Eine Seite je Gebiet, das Sie anbieten
Keine acht dünnen Gebietsseiten, damit es nach Breite aussieht. Was Sie nicht ausbauen wollen, gehört in eine Aufzählung — das ist ehrlicher und wirkt besser.
×
Ratgebertexte von der Stange
Keine eingekauften Rechtstexte, die auf hundert Kanzleiseiten gleich stehen. Sie bringen nichts, weil sie nichts über Sie sagen — und berufsrechtlich verantworten müssten Sie sie trotzdem.
×
Dringlichkeit erzeugen
Keine Formulierungen, die Druck aufbauen. Wo eine Frist tatsächlich läuft, gehört sie sachlich genannt — das hilft dem Mandanten mehr als jede Aufforderung, sofort anzurufen.
×
Zugesagte Platzierungen
Ein sauberer Schnitt ist die Voraussetzung dafür, gefunden zu werden — keine Zusage, dass es passiert. Was in Ihrem Ort gesucht wird, entscheiden andere.
HÄUFIGE FRAGEN
Fragen zum Schnitt der Gebietsseiten
Wir bearbeiten acht Gebiete. Sollen alle eine Seite bekommen?
–
Nein. Zwei bis vier bekommen eine eigene Seite — die, mit denen Sie wachsen wollen. Der Rest steht in einer Aufzählung und ist damit abgedeckt. Acht ausführliche Gebietsseiten schreibt niemand nebenbei, und halbherzige helfen keinem Mandanten. Zwei gute schlagen acht dünne.
Sollen Kosten auf die Seite?
+
Ist es zulässig, so umgangssprachlich zu schreiben?
+
Sollen wir Ratgeberbeiträge einkaufen?
+
Wir arbeiten fast nur für Unternehmen. Ändert das etwas?
+
Auf einer Betriebsseite darf alles wackeln, nur nicht der Anrufknopf. Er steht auf jeder Seite oben, in der einzigen Farbe, die klickbar ist.
0171 6544435Erst reden,
dann rechnen.
Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir die Falschen sind, sagen wir es im Telefonat.
Sie schicken das Formular oder rufen an.
Antwort am selben Werktag, bis 18 Uhr.
Telefonat, eine Stunde, zum Wunschtermin.
Festpreisangebot auf einer Seite, schriftlich.
In zwei Minuten ausgefüllt
Ihre Angaben gehen verschlüsselt direkt an uns und werden nicht weitergegeben.